Das Geschäft mit gekauften „Gefällt mir“-Angaben boomt weiter. Nahezu keine andere Online Marketing Strategie hat sich so rasant entwickelt wie gekaufte Facebook Fans, Follower und Abonnenten.
Doch das Business ist hart, es wird mit allen Mitteln um neue Kunden gekämpft und die Dienstleister gönnen sich nichts. Was passiert, wenn man sich negativ über diese Dienste äußert, musste ich schon selbst erfahren.

In diesem Artikel möchte ich euch eine brandheiße Story präsentieren. Es geht um nichts anderes als den spekulativen Fan-Kauf von Fußballer Robert Lewandowski. (Artikel der WAZ)

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Hat Lewandowski seine Fans gekauft?

Wenn bekannt wird, dass eine Firma oder ein Star seine Fans gekauft hat, dann wird daraus meistens ein mehr oder weniger großer Skandal. Die Beweislage ist in den meisten Fällen aber mehr als schwierig.
Man kann zwar analysieren, woher die Fans einer Fanpage stammen, das ist jedoch kein Beweis dafür, dass der Betreiber diese auch selbst gekauft hat.

Brandaktuell ist momentan der Fall Lewandowski.
Der polnische Fußballer konnte seine Likes in einem Tag verdoppeln. Von 600.000 auf aktuell 1,2 Millionen.

Nun fragt sich jeder, wie so etwas möglich sein kann. Sympatie? Marketing? Oder doch gekauft?

Ein Blick in das Analysetool von SternTV verrät mehr:

Lewandowski FansAuffällig ist, dass ungewöhnlich viele Fans aus Mexiko und Brasilien kommen. Mit über 50000 Likes belegt Mexiko den dritten Platz in Lewandowskis Fangemeinschaft.

Das ist natürlich kein Beweis für bezahlte Likes.

Viel interessanter ist der Screenshot, den ich Heute erhalten habe:

Lewandowski gekaufte Likes

Hier ist deutlich zu erkennen, dass es auf Social Sponsor eine Kampagne für Lewandowskis Fanpage gibt.

Bedeutet das, dass Lewandowskis Fans auf Social-Sponsor.com gekauft wurden?

Auf dieser Seite kann man ganz einfach Likes, Follower, Abonnenten und mehr erwerben.

Ist das ein Beweis, dass der Fußballer sich Fans gekauft hat und sich damit vielleicht sogar einen Vorteil erschlichen hat?

Fakt ist, dass einige der Fans von Social Sponsor vermittelt wurden. Ob die Kampagne aber von einen euphorischen Fan, von einer Agentur, einem Rivalen oder von Lewandowski selbst gebucht wurde, ist unklar.
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Gekaufte Fans eine rechtliche Grauzone

Die Legalität der gekauften Likes und Follower ist umstritten. Bezahlte Fans können einen Wettbewerbsverstoß darstellen, vor allem dann, wenn man sich dadurch einen Vorteil gegenüber seinen Mitstreitern verschafft.
Dennoch kaufen selbst große Firmen regelmäßig ihre „Gefällt mir“-Angaben bei entsprechenden Dienstleistern ein.
Der Vorgang dahinter ist eigentlich ganz simpel:

Firmen oder Privatpersonen starten einfach eine Kampagne bei einem Anbieter ihrer Wahl, legen die Anzahl der Fans fest, die gekauft werden soll, bezahlen einen gewissen Betrag und warten, dass die Like-Anzahl steigt.

Die gekauften Fans sind dabei keinesfalls Roboter oder „Fake-Accounts“. Ganz normale Nutzer von sozialen Netzwerken können sich mit diesen Aktionen ein paar Cent dazu verdienen.

Die Qualität und der Nutzen der gekauften Likes ist fragwürdig. Mit etwas Glück sind unter hundert bezahlten Fans ein paar echte.
Ein weiteres Problem ist es, dass unseriöse Anbieter die Fans momentan zu Dumping Preisen anbieten. Tausende gefällt mir Angaben gibt es teilweise schon für einen zweistelligen Euro Betrag.

Die qualitativ schlechten Fans stammen dabei in den meisten Fällen aus Ländern in Südamerika oder Asien.

Deutsche, „echte“ Fans sind allerdings wesentlich teurer.

Was ist eure Meinung zum Thema bezahlte Likes? Ist es in Ordnung, wenn man für zusätzliche Fans bezahlt? Verdienst du vielleicht selbst Geld mit bezahlten Likes?