Hinweis: Beim folgendem Beitrag handelt es sich um einen Gastartikel von Matthias Bachmann. Wer sich zum Thema Daytrading informieren will, ist bei ihm genau richtig: Sein Wissen dazu übersteigt meins bei Weitem. Es soll hier also nicht um einen reinen Werbetext gehen, sondern auch Wissen vermittelt werden. Ich selbst möchte mich in Zukunft auch gern mehr mit dem Thema auseinandersetzen und meine Broker-Übersicht deutlich ausbauen.trennlinie

Ob man es mit Bitcoins oder mit gewöhnlichen Aktien in Verbindung bringt; Daytrading erfährt im Moment einen regelrechten Boom. Viele Websites zu diesem Thema versprechen in Sekundenschnelle zu einem erfolgreichen Day-Trader zu machen und dass man mit nur wenigen Stunden Daytrading pro Woche Millionen verdienen kann. Jeder solle diese Option erfolgreich nutzen können, wenn er nur dies, oder jenes tut.
Sollten Sie das leichtfertig glauben, kann ich Ihnen einen hilfreichen Tipp geben: Nur weil es im Internet steht, muss es nicht wahr sein!

Was ist Daytrading?

Zu Beginn sollten wir „Daytrading“ einmal definieren. Einfach beschrieben wäre es z.B. als das Kaufen und Verkaufen von Werten (Aktien, Forex, etc.) innerhalb eines einzigen Tradingtages.
Das kann prinzipiell in jedem Markt passieren, ist allerdings am wahrscheinlichsten im Forex-Markt
Optimal für den Day-Trader ist es, wenn am Ende des Tages keine offenen Positionen mehr vorhanden sind, damit diese über Nacht keinen riskanten Kursveränderungen mehr ausgesetzt sind (Stichwort „Overnight-Gap“). Sonst könnte es nämlich passieren, sollte sich der Markt gegen die eröffnete Position entwickeln, dass man größere Verluste als erwartet in Kauf nehmen muss, da der Kurs bei Börsenöffnung stark von dem bei Börsenschluss abweichen kann.

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Haben Sie das Rückgrat zum Day-Trader?

Sollten Sie sich eher als Amateur einschätzen, oder Anfänger sein, dann könnte Daytrading einem Spiel mit dem Feuer gleichkommen. Die Chance auf Erfolg entspricht etwa der eines Glückspielers, der um hohe Einsätze spielt.
Profis haben ein Händchen zum Profit. Für gewöhnlich sind sie etabliert, diszipliniert und Experten im Marktverhalten. Ein anderes Merkmal ist die hohe Summe der Investitionen, die von ihnen getätigt werden, welche sie sich allerdings leisten können zu verlieren. Die Höhe kommt einem zwar eigenartig vor, ist in der Tat allerdings der einzige Weg aus kleinen Kursbewegungen relative große Gewinne zu erzielen. Weiters haben hohe Summen der Investitionen zur Folge, dass man reduzierte Kommissionen oder Spreads (Gebühren des Brokers) bekommt, die bei geringen Investitionen in Relation höher sind. Darüber hinaus handeln Profis nur mit „Risikokapital“. Dabei handelt es sich um einen Anteil ihres Vermögens, welches man für rein spekulative Zwecke verwenden kann.
Für Trader, die nicht so viel Kapital aufbringen können damit kleine Kursgewinne bereits rentabel sind, gibt es die Möglichkeit Daytrading Broker zu nutzen. Diese bieten große „Hebel“ an, welche die Eigenschaft haben den eigentlich eingesetzten Betrag zu vervielfachen. So kann man auch bei geringem Budget Daytrading betreiben.

Risiken des Daytradings

Die meisten Privatanleger werden aller Regel nach Daytrading Broker nutzen. Dahinter verbergen sich normalerweise CFD Anbieter, da diese eben die benötigten Hebel zur Verfügung stellen.
Durch diese großen Hebel, die man im Rahmen der Trading Software des Brokers individuell für unterschiedliche Werte auswählen kann, haben Kursschwankungen eine vielfache Wirkung, was zum einen bedeutet, dass schnelle Gewinne möglich sind, aber zum anderen natürlich auch Verluste. Da der eigentlich eingesetzte Betrag nur als Sicherheitsleistung dient und man mit einem viel größerem Tradingvolumen handelt, kann es so auch passieren, dass man das gesamte, selbst eingebrachte Kapital verliert, was beim herkömmlichen Trading ohne den Einsatz von Hebeln normalerweise nicht passieren kann.
Erfreulich ist, dass mit August 2017 nun auch in Deutschland die Nachschusspflicht beim CFD Handel für Privatanleger verboten wurde. Diese Nachschusspflicht machte den Trader nämlich auch für Verluste über das Tradingguthaben hinaus haftbar. Dieses Verbot stellt einen wichtigen Schritt zum Schutz der Privatanleger dar, die das große Risiko der Nachschusspflicht zumeist unterschätzt haben. Denn nicht selten war diese dafür verantwortlich, dass Hobby-Tradern durch überdimensionale Tradingverluste aufgrund großer Hebel nur der Weg in die Privatinsolvenz blieb.
Auch wenn dieses Worst-Case-Szenario nicht mehr besteht, bleibt Daytrading eine risikoreiche Angelegenheit!