Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor vielen Jahren mein erstes eigenes Girokonto eröffnet habe. Zusammen mit meiner Mutter war ich in der Örtlichen Sparkasse, unterschrieb ein paar Papiere und habe direkt ein wenig von meinem eigenen Geld eingezahlt.

Auch an die Zinsen aus dieser Zeit kann ich mich noch gut erinnern: 2,4% gab es auf das ganz normale Girokonto. Zwei Komma Vier Prozent! Und dabei habe ich mir gedacht: „So viel ist das aber jetzt nicht“
Von solchen Zinsen kann man heute nur noch träumen. Bei fast keiner Bank bekommt man noch Zinsen auf das normale Konto. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt seit März 2016 bei 0,0%.

Aber welche Möglichkeiten hat man da überhaupt noch, sein Geld gewinnbringend anzulegen, um eine vernünftige Rendite zu kassieren? In diesem Beitrag möchte ich dir vier Möglichkeiten vorstellen, wie du dein Geld zuverlässig und seriös vermehren kannst, ohne dabei unbedingt auf große Banken oder Finanzmärkte angewiesen zu sein.

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Eine wichtige Anmerkung vorweg: Dieser Bericht spiegelt dabei meine eigenen Erfahrungen und Empfehlungen wieder und ist keine Garantie für bestimmte Gewinne. Wie bei allen Geldanlagen gilt auch bei diesen Methoden: Lieber niedrig einsteigen und bei guten Erfahrungen mehr investieren.

Geld anlegen: Welche Möglichkeiten hat man noch?

Wie eingangs bereits erwähnt, ist das Girokonto schon lang keine Chance mehr, sein Geld gewinnbringend anzulegen. Dennoch haben viele Menschen den Wunsch, irgendwann finanziell unabhängig zu sein und die Geldreserven zu automatisiert zu vermehren.

Als Anleger hat man durchaus einige Möglichkeiten, an ein paar Prozent Rendite zu kommen. Eine Eierlegende Wollmilchsau gibt es in dieser Branche allerdings nicht. Jede Anlagemöglichkeit hat Vor- und Nachteile und ist für unterschiedliche Interessenten geeignet. Generell gilt aber: Wer viel Geld generieren will, der muss auch viel investieren.

Allerdings sollte man auch als Wenigverdiener überlegen, sein Geld sinnvoll anzulegen. Die folgenden vier Möglichkeiten sind eine persönliche Auswahl von mir, mit denen ich teilweise schon Erfahrungen sammeln konnte.

Möglichkeit

Tagesgeldkonto

Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich ähnlich wie bei einem Sparbuch um eine gesetzlich abgesicherte Anlageform, die die meisten Banken anbieten. Im Gegensatz zum Girokonto kann man mit einem Tagesgeldkonto keine Überweisungen tätigen und kein Geld vom Automat abheben. Die Geldanlage bleibt trotzdem täglich verfügbar und es gibt ansprechende (aber variierende) Zinsen. Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist in der Regel kostenlos und parallel zum Girokonto bei den meisten Banken möglich.


Die Rendite

In der Werbung wird bei Tagesgeldkonten oft mit einer Rendite von mehr als 2 Prozent geworben. Um es kurz zu machen: Diese Werte sind unrealistisch!

Bei einem schnellen Vergleich betrug die höchste Rendite (bei einem realistischen Anlagebetrag) stolze 1% p.a., in der Regel deutlich weniger. Dennoch kann ich nicht von einem Tagesgeldkonto abraten, da die Eröffnung kostenfrei ist und man damit keinerlei Risiken eingeht.

Möglichkeit

Geldanlage in Privatkredite

Egal ob beim Kauf eines Autos, einer Eigentumswohnung oder wenn man sich einen kostspieligen Wunsch erfüllen will: Oft reicht das Privatvermögen leider nicht aus, um die Zahlung auf einen Schlag zu tilgen. Das Zauberwort in so einem Fall heißt Kredit.

Kreditgeber bei smava werdenViele Interessenten gehen dann den Weg zur Bank und sind erschrocken über die hohen Zinsen. Von der Niedrigzins-Phase ist dort plötzlich keine Spur mehr.

Eine interessante Alternative zum teuren Kredit von der Bank: Kredite von Privatpersonen an Privatpersonen (P2P Kredit).
Seriöse Privatkredit-Anbieter wie zum Beispiel smava bieten einen kostenlosen Kreditvergleich für Interessenten – die Geldgeber hinter diesen Krediten sind ganz normale Privatpersonen.

Genau an dieser Stelle wird es interessant für Anleger, die gern selbst zum Kreditgeber werden wollen um eine ansprechende Rendite einzufahren.
Interessant ist diese Anlageform zum Beispiel, wenn Festgeldkonten k
eine Zinsen mehr einbringen und wenn man die Risiken dennoch gering halten will. Einzigartig bei smava ist es, dass das Risiko eines Zahlungsausfalls durch andere Anleger ausgeglichen wird.


Die Rendite

Smava lockt mit einer durchschnittlichen Rendite von durchschnittlich mehr als 7 Prozent!

Um diesen Wert zu erreichen sollte man allerdings auch eine große Summe Geld in Privatkredite investieren können. Die Mindestanlage beträgt bei smava zwar nur 250 Euro aber bei erfolgreicher Vermittlung gehen davon aktuell einmalig 1,35% Bearbeitungsgebühr weg. Zusätzlich berechnet smava monatlich 50 Cent Gebühr bei laufenden Forderungen.

Um sich als Kreditgeber langfristig finanziell abzusichern sollte man daher höhere Summen investieren und auf möglichst viele Kreditprojekte setzen.

Möglichkeit

Aktien, Rohstoffe und Währungen

Egal ob Siemens, Apple, Gold, Rohöl, Euro oder Dollar – all diese Dinge haben einen aktuell börsennotierten Kurs und in diesen kann man investieren.
Der Unterschied zu den bisher vorgestellten Methoden der Geldanlage: Beim Trading handelt es sich um eine sehr riskante Anlageform. Wer unbedacht Geld in Rohstoffe oder Aktien investiert, kann schnell alles verlieren. Auf der anderen Seite sind zum Beispiel mit Forex Trading sehr hohe Gewinne auch mit vergleichsweise geringem Einsatz möglich.
An dieser Stelle verweise ich auf meinen Beitrag zum Demokonto von Plus500. Damit kann man sich risikofrei und ohne Einzahlung auf dem Finanzmarkt probieren.


Die Rendite

Beim Trading gibt es keine feste Rendite. Je nach Können des Traders und Glück bei den Kursverläufen sind hohe Einnahmen, aber auch Verluste möglich.

Möglichkeit

Vermietung von Wohnungen

Für diese Form der Geldanlage ist viel Eigenvermögen oder zumindest ein hoher Kredit nötig. Wenn man nicht gerade ein großes Haus geerbt hat, ist der erste Schritt, Eigentumswohnung(en) bzw. vermietbare Häuser zu kaufen.

Sind die Wohnungen renoviert und vermietet kann man sich allerdings noch lange nicht auf hohe Gewinne freuen, denn…


Die Rendite

… auch wenn rein rechnerisch bei der Vermietung eine Rendite von 10 Prozent möglich ist, kommen hohe laufende Kosten auf Vermieter zu.

Zieht eine Mietpartei aus und die Wohnung steht leer, gibt es keine Mieteinnahmen. Dazu kommen Instandhaltungskosten und Kosten für die Hausverwaltung. Bei den aktuellen Immobilienpreisen bleibt da zumindest kurzfristig nichts übrig und in vielen Fällen wird man wohl zunächst drauf zahlen.

Wer aber zum Beipsiel ein Haus geerbt hat, sollte sich auf jeden Fall mit der Möglichkeit auseinandersetzen, selbst Vermieter zu werden.

Mehr Tipps für Anleger

 

Jeder sollte zumindest mit dem Gedanken spielen, sein Geld möglichst gewinnbringend anzulegen. Je nach deinem Einkommen, vorhandenen Ersparnissen und deiner Risikobereitschaft kommen dafür andere Methoden infrage.

Wichtig ist es, eigene Erfahrungen zu machen und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Streuung heißt das Zauberwort. Stückle dein verfügbares Anlagekapital und verteile es auf verschiedene Anbieter. Damit bekommst du recht schnell eine kontinuierliche und stabile Rendite. Wenn eine Quelle plötzlich nicht mehr viel Geld abwirft kann das durch die anderen Kapitalanlagen ausgeglichen werden.

Gespartes Geld gibst du im besten Fall nicht direkt aus sondern reinvestierst es direkt in neue Projekte.

Zum Schluss interessiert mich wie immer, welche Erfahrungen du schon mit diesem Thema gemacht hast. Hast du eine Anlagestrategie zur finanziellen Absicherung oder gibst du jeden Cent direkt aus?