Was ist PPC?

Betreiber von Webseiten haben im 21. Jahrhundert das Vergnügen, auf zahlreiche Methoden zurück zu greifen, mit denen sie mit ihrer Homepage Geld verdienen können. In den meisten Fällen wird auf das Affiliate Marketing, Direktvermarktung, den Verkauf eigener Produkte oder Google AdSense gesetzt. Als Vergütungsmodell kommt dort PPC (Pay per Click) zum Einsatz. Das sagt übrigens Wikipedia zum Thema PPC…

Wer zu faul zum Klicken ist: Beim PPC verdient man als Webmaster mit jedem Klick, der auf eine eingebaute Werbeanzeige getätigt wurde.

Google AdSense ist bei diesem Thema ein echter Platzhirsch und kommt auf unglaublich vielen Seiten zum Einsatz. Aber woran liegt das?

Warum ist AdSense so beliebt?

Vorab ein paar Fakten zu AdSense:

  • im Juni 2003 gestartet
  • mehr als 40 Mrd. Dollar Umsatz wird im Jahr mit Adsense generiert
  • Es gibt mehr als 1 Millionen Publisher, die AdSense nutzen
  • Alle Anzeigen werden geprüft und gefiltert

Schon mit diesen Fakten kann kein anderer Konkurrent in diesem Segment mithalten. Dazu kommt, dass die Registrierung bei AdSense extrem unkompliziert ist und du in wenigen Stunden Werbeanzeigen auf deiner Website schalten und Geld verdienen kannst.

Außerdem lässt sich das Anzeigendesign individuell konfigurieren und so zum Beispiel an das Farbschema deiner Website anpassen.

Einer der ausschlaggebenden Punkte für viele Publisher ist es aber, dass die Werbeanzeigen durch einen Algorithmus laufen (wofür Google ja bekannt ist) und dann möglichst zum Inhalt der verlinkenden Seite passen sollen. Außerdem sind die Anzeigen personenbezogen und jeder bekommt entsprechend seiner Vorlieben eine andere Werbung zu sehen. Dadurch und durch die hohe Anzahl an Advertisern kann bei Google AdSense eine teils deutlich höhere Conversion Rate entstehen als bei anderen Anbietern.

Google AdWords, das Gegenstück zu AdSense für Advertiser, ist demzufolge ebenso beliebt bei Marketern, die erfolgreich Werbung für ihr Unternehmen buchen wollen. Eine AdWords Anzeige auf dem ersten Platz der Suchergebnisse hat eine Klickrate von mehr als 7%. Einer Statistik zufolge verdienen Werbetreibende mit AdWords etwas das Doppelte ihres Werbekapitals am Ende durch erfolgreich konvertierende Besucher!

Ein schöner Kreislauf: Werbung mit AdWords ist sehr erfolgreich also gibt es viele Advertiser die gute Preise bezahlen. Dadurch wird das Programm für Publisher interessant weil viel Geld zu verdienen ist. Dadurch entstehen neue Werbeplätze und somit wieder neue Advertiser.

Da ich kein Google AdWords Profi bin, verweise ich an dieser Stelle sehr gern auf den unglaublich guten (und kostenlosen) AdWords Ratgeber für Unternehmer. Absolute Pflichtlektüre für alle, die bei Google Werbung buchen möchten und ebenfalls sehr interessant für alle Website-Betreiber die mit AdSense ihr Geld verdienen möchten.

Trotzdem ist AdSense nicht die eierlegende Wollmilchsau unter den PPC-Anbietern und genau aus diesem Grund schreibe ich diesen Beitrag.

Warum AdSense Alternativen suchen?

Google AdSense ist eine tolle Möglichkeit, unkompliziert und seriös mit seiner Website Geld zu verdienen. Trotzdem setzt nicht jeder Webmaster auf den Marktführer von Google und das kann viele Gründe haben.

Ich selbst hatte AdSense auf dieser Seite fast zwei Jahre im Einsatz und dann kam der Schock in Form einer E-Mail von Google:

PTC-Tests verstößt gegen die Werberichtlinien von AdSense da hier Dienste beworben werden, die zum Klicken von Werbung animieren. Ja, das steht so in den Programmrichtlinien von AdSense:

Contentrichtlinien

Publisher dürfen keinen AdSense-Code auf Seiten platzieren, deren Content gegen unsere Contentrichtlinien verstößt. Dies betrifft beispielsweise Content nur für Erwachsene sowie gewaltverherrlichenden oder fremdenfeindlichen Content.

Websites mit Google Anzeigen dürfen folgenden Content nicht enthalten und nicht darauf verweisen:

  • Pornografischer oder nur für Erwachsene bestimmter Content
  • Gewaltverherrlichender Content
  • Hassreden (z. B. Content, der zu Hass anstiftet oder zu Gewalt gegen Einzelpersonen oder Gruppen auf Grundlage von ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter, Veteranenstatus oder sexueller Orientierung/geschlechtlicher Identität aufruft), Belästigung, Mobbing oder ähnlicher, gegen Einzelpersonen oder Gruppen gerichteter Content
  • Obszönitäten
  • Content in Bezug auf Hacking und Cracking
  • Software oder anderer Content, der gegen die Richtlinie für unerwünschte Software verstößt
  • Malware oder Adware
  • Content in Verbindung mit illegalen Drogen und Drogenzubehör
  • Content, mit dem Produkte befürwortet, verkauft oder beworben werden, die aus gefährdeten oder bedrohten Tierarten hergestellt wurden
  • Content zum Verkauf von Bier oder hochprozentigen alkoholischen Getränken
  • Content zum Verkauf von Tabak und Tabakprodukten
  • Content zum Verkauf von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln
  • Content zum Verkauf von Waffen oder Munition (z. B. Schusswaffen, Waffenzubehör, Kampfmesser oder Elektroschockpistolen)
  • Content zum Verkauf oder zur Verbreitung von Unterrichtsmaterialien oder Studienarbeiten
  • Content in Bezug auf Programme, die Nutzern ein Entgelt für das Klicken auf Anzeigen oder Angebote, die Durchführung von Suchvorgängen, das Surfen auf Websites oder das Lesen von E-Mails bieten
  • Jeglicher sonstiger Content, der illegal ist, illegale Aktivitäten bewirbt oder die Rechte anderer verletzt

Damit wurde meine Website für AdSense Anzeigen gesperrt und ich musste mich nach einer Alternative umsehen. Betreibern von Webseiten mit Alkohol, Waffen oder Tabak als Thema stehen vor der gleichen Situation.

Die AdSense Alternativen, die ich Dir hier vorstellen möchte, haben aber mehr zu bieten, als ein billiger Ersatz zu sein. AdSense hat streng festgelegte Anzeigentypen, am Ende wird man immer erkennen, dass die Werbung von Google stammt. Wer das nicht mag, hat mit anderen Anbietern eine deutlich größere Auswahl an Werbeformen zur Verfügung.

Außerdem spricht nichts gegen den Einsatz von mehreren PPC Anbietern.


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Die folgenden Alternativen zu Google AdSense sind keineswegs eine vollständige Auflistung. Allerding habe ich mit diesen Anbietern schon Erfahrungen sammeln können, um hier eine Empfehlung auszusprechen.

Alternative

Plista

Geld verdienen mit PlistaPlista wurde Mitte 2008 gegründet und konnte seitdem sehr viele Publisher und Advertiser überzeugen. Über ein Skript bzw. ein Plugin liefert Plista zielgerichtet sogenannte Native Ads aus. Diese fügen sich nahtlos in den Content der werbenden Website ein und bieten so eine gute Performance ohne den Usern negativ aufzufallen.

Außerdem hat man als Publisher die Möglichkeit, eigenen Content in den Werbeblöcken seiner Website anzeigen zu lassen. Ich nutze das zum Beispiel, um unter meinen Beiträgen Empfehlungen für weitere Artikel anzuzeigen. Das ist gut für die interne Verlinkung und es steigert die aufgerufenen Seiten pro Besucher.

Ich selbst nutze Plista seit einiger Zeit als Publisher und bin sehr zufrieden damit.

Hier geht es zur Anmeldung bei Plista

 


P
  • sehr seriös und seit 2008 am Markt
  • aktiv in vielen Ländern
  • eigener Algorithmus und eigene Plugins
  • Empfehlung von eigenem Content möglich
  • Verschiedene Anzeigeformate verfügbar
  • Gutes Dashboard mit Statistiken
O
  • teilweise dubiose Werbeanzeigen
  • Klickvergütung schwankt stark
  • Auszahlung ab 70 Euro im Folgemonat oder später

Alternative

Adiro

 

Adiro intext WerbungEbenfalls lang am Markt ist ADIRO. Der Anbieter setzt in erster Linie auf inText Werbung. Werberelevante Begriffe werden automatisch verlinkt und mit jedem Klick darauf verdient der Publisher Geld.

Adiro setzt unter anderem auf ein eigenes WordPress Plugin, um seine Werbung auszuliefern.
Auch ich hatte Adiro schon mehrmals im Einsatz, bin inzwischen aber wieder davon abgekommen.
Hier kostenlos bei Adiro anmelden und Geld verdienen.

P
  • seriöse inText Werbung
  • eigenes WordPress Plugin
  • Werbe-Popup lässt sich individuell gestalten
  • eigenes Partnerprogramm
  • Auszahlung ab 20€
  • 24 Stunden Service
O
  • Fester Klickpreis von 7 Cent
  • Plugin nicht sehr zuverlässig

Alternative

Nativendo

 

Nativendo Native AdvertisingWie der Name schon sagt setzt Nativendo ganz auf das Native Advertising. Das Besondere daran: Nativendo analysiert deine Website und kann gebuchte Werbung als eigenen Beitrag „tarnen“. Die Werbung wird dabei trotzdem vorschriftsmäßig gekennzeichnet.

Zum Launch von Nativendo habe ich bereits einen Beitrag geschrieben und bisher konnte sich der Service gut am Markt halten, auch wenn ich ihn bei mir nicht mehr im Einsatz habe.

Nativendo bezahlt jeden Klick der Leser auf einen eingeblendeten Werbeartikel (PPC) und ist damit eine echt gute Alternative zu AdSense.


P
  • sehr innovatives native Advertising
  • dadurch hohe Conversion
  • schönes Dashboard
  • gebuchte Werbung (und damit der Preis) kann selbst ausgewählt werden
  • monatliche Auszahlung ohne Auszahlungsgrenze
O
  • Werbeform ist sehr beschränkt
  • Benötigt sehr viel Platz auf der eigenen Website

Alternative

AdHitz

Zum Schluss noch ein ganz spezieller Tipp für Websitebetreiber mit Paid4 als Thematik: AdHitz.com bietet zielgerichtete Banner- oder Textwerbung aus dem Paid4-Bereich.

In diesem Genre und vorallem im Amerikanischen Markt ist AdHitz sehr beliebt und auf vielen Seiten im Einsatz – so zum Beispiel auch auf ClixSense.com

Preise und Werbeformen kann man auf AdHitz selbst festlegen. Bezahlt wird per Klick.

 


P
  • Preise kann man selbst festlegen
  • einzigartige Paid4-Werbung
  • Viele Publisher und Advertiser
O
  • Werbung fast nur auf englisch
  • Teilweise sehr unseriöse oder blinkende Werbung
  • Dadurch schlechte Conversion

Fazit

 

Mit diesen Vier Alternativen zu Google Adsense sollte eigentlich jeder Webmaster gut bedient sein. Ich selbst hatte alle schon hier im Einsatz und konnte damit fast ausschließlich positive Erfahrungen machen. Auch wenn AdSense gut bei dir läuft kann ich dir den Tipp geben, dich einfach mal bei den anderen Anbietern zu registrieren und die Werbeformen zu testen. Vielleicht erzielst du damit ja sogar höhere Einnahmen als mit AdSense!