Die Szene rund um das Geldverdienen im Internet hat in den letzten Jahren einen Wandel erlebt. Leider nicht immer im positiven Sinn: Anbieter sind von der Bildfläche verschwunden, Zahlungen wurden gestoppt und Verdienste gekürzt.

Wer sich von einem Dienstleister Geld auszahlen lassen wollte, war oft auf sein Glück angewiesen. Noch vor einigen Jahren bot jeder Anbieter die Möglichkeit, Geld per Online-Zahlungs-Monopol Paypal auszahlen zu lassen. Inzwischen hat sich das von Elon Musk gegründete Unternehmen klarer positioniert und einige „Make Money“ Seiten auf die Blacklist gesetzt.

Problemkind Paypal

Prominentestes Beispiel ist wahrscheinlich ClixSense (inzwischen als ysense bekannt). Von einem Tag auf den anderen waren keine Auszahlungen mit Paypal mehr möglich. Da ClixSense nie Banküberweisungen angeboten hatte stand man als User aus Deutschland vor einem Rätsel: „Wie soll ich an mein verdientes Geld kommen?“

Andere Dienste sollten folgten. Paypal strich nach und nach unliebsame Geschäftspartner von der Liste. Das Nachsehen hatten die User, die plötzlich nur noch über Umwege an ihr Geld kamen.

Eine ganz andere Geschichte ist es, wenn man verschiedenen Gründen kein Konto beim größten Online Anbieter für Zahlungen eröffnen möchte und trotzdem bei Online Diensten Geld ein- oder auszahlen lassen will. Oft steht man hier vor einer Liste an Alternativen, die man entweder noch nie gehört hat, die in Deutschland nicht funktionieren, oder die man für unseriös erachtet.

In diesem Beitrag möchte ich daher kurz auf die wichtigsten Alternativen zu Paypal eingehen und Empfehlungen aussprechen.

Spoiler: Auch ohne ein Paypal-Konto wird man sich weiterhin gut im Netz zurechtfinden und die meisten Dienste nutzen können.

Paypal Alternative I: Skrill

Für einige sicher besser unter dem Namen Moneybookers bekannt. Dieser etablierte Zahlungsdienst wurde vor einiger Zeit von Skrill übernommen und deutlich modernisiert. Beim Thema Onlinezahlungen steht Skrill dem Riesen Paypal in nichts nach und kann sogar mit einigen Vorteilen punkten: Ein Konto bei Skrill ist in wenigen Minuten kostenlos eröffnet. Mit einem verknüpften Bankkonto wickelt man Zahlungen genau so einfach wie beim Marktführer ab. Allerdings geschieht das bei Skrill noch ein ganzes Stück sicherer: Jede Zahlung muss durch eine 2-Faktor-Autentifizierung autorisiert werden.

Ich selbst nutze Skrill für die Auszahlungen bei einigen Online Partnern und konnte bisher nur einen Nachteil zu Paypal feststellen: Auszahlungen aufs Bankkonto sind mit einer Gebühr versehen.

Besonders in der Online-Casino-Szene ist Skrill inzwischen ein gern gesehenes Zahlungsmittel. Viele Casinos locken mit hohen Einzahlungsboni für das Nutzen eines Skrill Kontos. Und auch Jens Meier hat Skrill Casinos getestet.

Paypal Alternative II: Bitcoin

Bitcoins und andere Cryptowährungen sind schon längst kein Nischenthema mehr. Als der ganze Hype um Bitcoin anfing dachte ich mir immer wieder: Wo kann man diese Bitcoin eigentlich ausgeben?

Inzwischen sind weder Bezahlungen mit Bitcoin noch Auszahlungen eine Seltenheit. Sogar bei meinem Pizza-Lieferdienst kann ich inzwischen mit Bitcoin bezahlen. Eine Wallet zum Verwalten des Guthabens ist in wenigen Schritten online angelegt. Dezentrale und unregulierte Cryptowährungen bringen allerdings genauso große Vorteile wie Nachteile mit sich:

Der Gegenwert der digitalen Währungen schwankt sehr stark – oft sogar mehrmals am Tag. Diese Tatsache kann man jedoch zu seinem Vorteil ausnutzen. Das soll eine ganz einfache Rechnung verdeutlichen: Angenommen, du hast bei einem Anbieter starke 5.000€ angespart. Vor weniger als einem Jahr entsprach das einem Gegenwert von genau einem Bitcoin. Hättest du diesen Bitcoin nur einen Monat später in Echtgeld umgewandelt, wären das schon 10.000€ gewesen. Ein Reingewinn von fünftausend Euro ohne einen Finger zu bewegen.

Anders herum kann es allerdings genauso laufen. Aus einer 5000€ Auszahlung wird wenig später nur noch die Hälte – du siehst worauf das hinausläuft.

Paypal Alternative III: Gutscheine

Eine etwas unkonventionellere Lösung ist die Auszahlung in Form von Gutscheinen. Wie man sich denken kann, ist diese Form nur bei Auszahlungen möglich und oft an einen ganz konkreten Anbieter gekoppelt.

Ich selbst nutze diese Möglichkeit ganz gern wenn es angeboten wird. Besonders Gutscheine für Amazon und andere große Onlinehändler werden bei mir schnell eingelöst und eignen sich wunderbar als Geschenk. Vorteil dabei: Man muss keine Bankdaten angeben und oft fallen dafür keine Gebühren an.

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Fazit

Paypal ist zweifelsohne der größte Anbieter für online Zahlungen. Oft wird man jedoch auf Alternativen angewiesen sein, weil Paypal entweder nicht angeboten wird, oder man den Dienst selbst nicht nutzen möchte.

Ich empfehle, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen welcher Dienstleister bei den meisten Seiten die man nutzen möchte angeboten wird. Bei mir war das häufig Skrill. Es ist verständlich, dass man keine 10 Konten bei unterschiedlichen Diensten eröffnen möchte, nur um sich dann das Geld hin- und her zu schieben.