Privat betriebene Online Shops sind aktuell so beliebt wie nie zuvor. Besonders bei der Suche nach Nischenprodukten stoße ich immer wieder auf attraktive kleine Internetauftritte, abseits von Amazon, Zalando und co.

Dass aber nicht jeder Gründer zum nächsten CEO eines Milliarden-Unternehmens wird, sollte jedem klar sein. In der Realität des e-Commerce sieht es sogar so aus, dass viele neue und unerfahrene Händler ihr digitales Geschäft nach langem Überlegen wieder schließen müssen.

In diesem Artikel möchte ich dir 6 Probleme zeigen, warum dein Onlineshop nicht erfolgreich ist und dir direkt Lösungen für deinen Erfolg im Internet vorschlagen.


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Warum du gerade auf meine Vorschläge hören solltest? Nun, ich arbeite als Veranstaltungs-Verkäufer in einem großen 4-Sterne Hotel. Einer meiner Aufgabenbereiche ist es, den digitalen Wandel des Unternehmens zu fördern. Themen wie SEO, Social Media und Umsatzoptimierung stehen bei mir also auf der Tagesordnung.

Problem

Zu wenig Traffic

Ein Laden ohne Besucher erzielt auch keine Verkäufe. Im Internet verhält es sich natürlich genau so. Der ausschlaggebende Grund für zu wenig Umsatz ist in erster Linie zu wenig Traffic. Selbst eine gute Conversion Rate bringt im eCommerce nichts, wenn einfach zu wenig Besucher den Onlineshop finden.

Ohne Stärkung durch bestehende Netzwerke, Publicity oder umfangreicher Werbung wird es jeder Shop im Netz zunächst schwer haben. Ist ja auch klar warum: Weil es die meisten Produkte bereits bei anderen Anbietern gibt und man deinen Shop zunächst nirgendwo finden wird. Die URL ist unbekannt, es gibt kein Image und keine Fans oder Stammkunden. Was soll man also dagegen tun?


Die Lösung

Eine Sache vorweg: Viel Traffic für einen Onlineshop zu generieren ist natürlich eine Lebensaufgabe und kein Akt, den man in ein paar Stunden bewältigen kann. Viele Besucher sind die Basis für zahlreiche Verkaufsabschlüsse. Die Conversion dieser Besucher kann man zwar optimieren aber darum kümmern wir uns später.

Eine detaillierte Erläuterung von Maßnahmen gegen das erste Problem würde hier schon den Rahmen sprengen. Deshalb nenne ich einfach kurze und knackige Stichpunkte zur Trafficsteigerung:

  • Bezahlter Traffic – Google Adsense und co. sind keine Schande. Eine gute Kampagne mit moderaten Klickpreisen kann sich extrem lohnen. Konzentriere dich am Anfang auf Long-Tail Keywords und Nischenprodukte. Überwache den Erfolg deiner Kampagnen!
  • Einzigartige Artikel – USB-Sticks verkauft jeder. Klaviersaiten nicht.
  • Aktionen und Gewinnspiele – Die kommen immer gut an. Achte unbedingt auf die Teilnahmebedingungen. Teile alles auf deinen Social Media Kanälen und übertreib es nicht, das kann nach hinten los gehen.
  • Cashback – Cashback Portale suchen immer wieder neue Partner. Du bietest eine gewisse Provision und bekommst dafür jede Menge Käufer
  • Vorstellung in Foren und Communities – Hier steckt extrem viel Potential drin. Ein guter Forenlink kann dauerhaften Traffic bringen. Wichtig: Bitte kein Spam, das mag niemand
  • Suchmaschinenoptimierung – Dazu später mehr
  • Mehr Content – Veröffentliche nicht nur 08/15 Artikelbeschreibungen. Schreibe Blogbeiträge mit echtem Content. Witzig, informativ, ein Blick hinter die Kulissen. Alles ist möglich
  • Preissuchmaschinen – Fast alle Kunden orientieren sich nach dem Preis. Der beste wird über spezielle Suchmaschinen wie idealo.de gefunden. Lass dich dort listen und entscheide, ob du dich bei manchen Artikeln unter Wert verkaufen willst.
  • Partnerprogramme – Sind super. Publisher sind immer wieder auf der Suche nach passenden Affiliate-Partnerschaften, vor allem bei Nischenprodukten. Biete eine Provision auf vermittelte Verkäufe und lass dich bei Affiliate-Netzwerken wie Zanox registrieren.
  • Newsletter – Sorgen für wiederkehrende Kunden. Verschicke nicht nur Werbung die sofort im Papierkorb landet sondern auch mal exklusive Angebote.
  • Ebay – Ein externer Ebay-Shop ist schnell eingerichtet. Das bringt zwar nicht direkt mehr Provision auf die Hauptseite aber dafür trotzdem mehr Kunden. Achte auf die Provision!

Problem

Alte Technik

Nichts ist schnelllebiger als das Internet. Konntest du dir vor 10 Jahren vorstellen, dass der Großteil des Internettraffics inzwischen über Smartphones läuft? Auch Onlineshops müssen sich den aktuellen technischen Trends anpassen. Ein Einkauf muss auch schnell unterwegs vom Tablet oder Smartphone funktionieren. Die Seite muss extrem schnell laden und alles muss irgendwie cool und modern aussehen.

Am technischen Gerüst eines Online Shops kann ein Laie allerdings fast nichts beeinflussen.


Die Lösung

Aus diesem Grund empfehle ich absolut jedem, seinen ersten Online Shop mit einem vernünftigen Shopsystem zu erstellen.

Persönlich empfehlen kann ich dafür übrigens Homepage-Baukasten von Wix.com, über den ich bereits in einem anderen Beitrag berichtet habe.
Das Konzept ist ideal für Einsteiger, aber auch für Fortgeschrittene im eCommerce. Wix bietet ein Baukasten-Prinzip, wie man es vielleicht auch von anderen Anbietern kennt: Eigene Websites können in wenigen Schritten intuitiv erstellt werden. Dabei gibt es für alle Bedürfnisse eigene Bausteine und vordefinierte Layouts.
So kann man auch als Quereinsteiger ohne Programmier- und Webdesign-Kenntnisse schnell eine ordentliche Webpräsenz aufbauen.

OnlineShop DesignDas Tolle am Anbieter Wix: Es gibt einen eigenen Bereich für Online Shops (WixStores). Über wenige Klicks lässt sich damit vollkommen einfach ein Online-Shop eröffnen. Alle wichtigen Funktionen sind schon integriert und es gibt wahnsinnig tolle Templates für jede Art von Online-Shop.

Warum ich dir jetzt genau diesen Anbieter empfehle? Die Online-Shops von WixStores sind auf dem neusten Stand der Technik. Von Haus aus sind alle Shops optimiert, funktionieren responsive und bieten gute Ladezeiten. So etwas bekommt man sonst nicht ohne eine (sehr teure) Agentur hin.

Mein Tipp: Teste doch einfach den kostenlosen Homepage Baukasten von Wix, so kannst du dich zunächst mit dem einfachen Prinzip vertraut machen. Die Shop Funktion lässt sich dann ganz einfach dazu buchen.

Also: Einfach mal probieren und viel Zeit und Geld sparen.

Problem

Schlechte Rankings

Unbekannte Onlineshops werden in der Regel über (Preis)Suchmaschinen gefunden. Was machst du, wenn du wissen willst, wo es das Produkt XY zu kaufen gibt? Du suchst auf Google danach. Allerdings haben sich etablierte Shop-Giganten wie Amazon die Top-Positionen schon lange gepachtet.

Mit etwas Glück wirft ein prominentes Keyword auch auf Platz 10 noch ein paar Aufrufe ab, aber auf den Seiten 2 und 3 schaut keiner mehr nach. Der Weg zum Erfolg und guten Verdiensten im Internet führt also unweigerlich über die Suchmaschinenoptimierung.


Die Lösung

Auch das Thema Suchmaschinenoptimierung ist nicht an einem Nachmittag abgearbeitet. Ich möchte hier nur kurz auf die seiteninternen Optimierungsmöglichkeiten eingehen – externe Links, Werbemaßnahmen, Sponsored Posts usw. können auch zu besseren Rankings verhelfen, sind in der Regel aber mit hohen Kosten verbunden.

Kostenlos ist hingegen eine ordentliche inhaltliche Struktur und Verlinkung. Verlinke andere empfohlene Produkte, erstelle sinnvolle Kategorien und promote wichtige Waren auf der Startseite.
Statte die Produktseiten mit hochwertigen Bildern aus. Achte auf ordentliche Kennzeichnung von Seitentiteln, Tags, Überschriften usw.
Bei den Produkttexten kannst du dich ruhig mal aus dem Fenster lehnen, auch wenn das enorm viel Zeit kosten kann. Umfangreiche Produktdaten sind zwar nett und wichtig, aber die hat eben auch jeder andere Shop. Google legt Wert auf einzigartige Inhalte. Das verbessert nicht nur das Kauferlebnis für deine Kunden sondern sorgt ganz automatisch nebenbei für bessere Rankings.

Problem

Zu viele Absprünge

Eine hohe Absprungrate kann einer der vielen Gründe sein, warum dein Online shop nicht erfolgreich ist. Auch etablierte Produkte mit vielen Besuchern können nicht für Einnahmen sorgen, wenn die Kunden am Ende den Browser einfach schließen, oder im schlimmsten Fall sogar zum Konkurrenz-Shop wechseln.

Aber warum hat dein Onlineshop eine hohe Apsrungrate vor dem Kauf und was kann man dagegen tun?

Die Lösung

Der wahrscheinlichste Grund, warum ein Besucher deinen Shop verlässt: Das gesuchte Produkt ist nicht im Sortiment oder es wurde bei einem anderen Anbieter günstiger gefunden. Dagegen kannst du nur bedingt etwas unternehmen. Billigpreise sorgen zwar für mehr Verkäufe, aber auch für eine geringere Gewinnmarge. Du kannst nicht in allen Bereichen der günstigste Shop sein.
Schauen wir uns also andere Möglichkeiten an, die Absprungrate zu minimieren:
  • Aufgeräumte Homepage – Was will dein Shop sein? Das muss direkt auf der Startseite klar sein. Tiernahrung, Fußball-Fanshop oder Handwerker-Zubehör? Zeige deine Topseller und passe dein Design an
  • Volles Lager – Nichts ist nerviger als die Meldung „Leider ausverkauft“. Dadurch kann dir ein kompletter Warenkorb verloren gehen
  • Cookies – Schon mal aus Versehen den Browser mit einem vollen Warenkorb in einem Online Shop geschlossen? Im besten Fall ist der auch in der nächsten Browsersession noch vorhanden. Stelle sicher, dass das auch bei dir geht.
  • Kurze Lieferzeiten – „Lieferung voraussichtlich in 6 Wochen“ Nein, Danke!
  • Viele Bezahlmethoden – Es ist Jahre her, dass ich das letzte mal etwas mit Vorkasse bestellt habe. Paypal, Lastschrift und auf Rechnung sind deutlich angenehmer und reduzieren die Absprungrate.
  • Externe Links – Verweise zu Herstellerseiten können manchmal hilfreich sein. Achte darauf, dass die Links einen neuen Tab öffnen, sonst ist der Kunde weg.

Problem

Keine Stammkunden

Jeder mag Stammkunden. Wichtig ist es nicht nur, Stammkunden zu aquirieren, sondern auch, bestehende Kunden zu halten. Regelmäßige Einkäufe sorgen für zuverlässige Verdienste, so viel steht fest. Aber welche Möglichkeiten hat man im e-commerce, seine Kunden zu binden?


Die Lösung

Auch an dieser Stelle soll es nur eine Auflistung an Möglichkeiten geben, mit denen du deine Käufer zu Stammkunden machst:
  • Newsletter – Inzwischen hat ihn fast jeder kleine Onlinehändler: Den klassischen Newsletter. Funktioniert immer noch. Sorge für Anreize zur Anmeldung!
    Auch an dieser Stelle verweise ich gern wieder auf den Service von Wix.com. Der Bereich WixShoutOut widmet sich ganz dem Themengebiet Email Marketing und diesen sollte man echt nicht unterschätzen. Dabei gibt es getreu dem Motto von Wix natürlich wieder jede Menge fantastische Vorlagen und moderne Designs.
    Dazu kommen Social Media Tools, Statistiken und eine tolle mobile App.
    Wer professionelles Email Marketing betreiben möchte, sollte sich also unbedingt mal WixShoutOut ansehen!
  • Give-Aways – Niemand mag Werbung im Versandkarton. Jeder mag Gummibärchen! Da bestellt man gern wieder. Hier kannst du richtig kreativ sein.
  • Sonderrabatte – Du hast ein Smartphone gekauft? Hier hast du einen Gutschein auf Handyhüllen!
  • Produkt-Abos – Amazon hat gezeigt wie es geht: Gerade bei Lebensmitteln und Verbrauchsartikeln bietet sich ein Bestell-Abo oder zumindest ein Reminder per E-Mail an.

Problem

Social Media

Die sozialen Netzwerke werden von den meisten Online Händlern immer noch stiefmütterlich behandelt. Nur wenige erkennen, welches Potenzial in diesen Kanälen steckt, auch wenn das nicht immer sofort messbar ist.

Fest steht aber, dass Social Media ein enormes Plus für den Kunden sein kann.

Die Lösung

Für den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken gibt es keinen hundertprozentig richtigen Ansatz. Manche Dinge funktionieren einfach und andere nicht.

Vermeiden sollte man es, immer nur Angebote zu posten. Das ist billigste Werbung und das klickt jeder weg. Sichere Likes bekommt man im Internet für Tierbabys und Essen. So blöd das klingt aber auch diese Themen kann man gut mit seriösem Business verknüpfen. Sei einfach ein bisschen verspielt…

Passend zum Thema Online-Shop sind natürlich auch Gewinnspiele (Bitte vorher rechtlich informieren), aktuelle Themen wie die Fußball-EM und eine Vorstellung des Teams. Solche Themen bringen oft deutlich mehr Interaktionen als langweilige Werbung.

Zum Schluss noch ein Satz zur Wahl des richtigen Netzwerks: In erster Linie denkt jeder sicher an Facebook. Das muss aber nicht immer die richtige Entscheidung sein. Bei vielen Themen bietet sich auch ein Twitter-Account oder Instagram an.

Fazit

Wie du siehst, gibt es unzählige Gründe, warum ein Onlineshop hinter den Erwartungen zurück bleiben könnte. Eine Garantie für Erfolg gibt es im Internet nicht, doch nach der Umsetzung meiner Tipps sollte zumindest eine Umsatzsteigerung eintreten. Die meisten vorgeschlagenen Verbesserungen sind zudem noch vollkommen kostenlos. Was du neben viel Zeit noch investieren solltest, ist eine Menge Leidenschaft, denn dafür gibt es keine Tipps.
Auch wenn man es nicht glaubt: Die Kunden merken, ob ein Shopbetreiber sich mit dem Thema seiner Nische auskennt. Einen Onlineshop quasi nebenbei zu betreiben und auf große Einnahmen hoffen, das wird nicht funktionieren.

Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Online Business kann aber jeder von euch vorweisen und die Selbstständigkeit im Netz kann mehr als verlockend sein. Also: warum zögerst du noch? Fang noch heute an und eröffne deinen eigenen Onlineshop! Viel Erfolg!