Vielleicht hast du dir selbst schon einmal Gedanken darüber gemacht, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Vielleicht sogar im Internet als Online Shop. In den letzten Jahren sind in Deutschland extrem viele StartUps entstanden und am Anfang fragte sich sicher jeder Gründer: Was will ich eigentlich verkaufen?

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Keine Chance im Massenmarkt?

Wenn man ein Konzept für ein StartUp erstellt werden viele wohl zunächst an die bekannten Produkte denken. Schuhe, Elektronik, Bücher oder ein Vollsortiment. Immerhin werden solche Sachen täglich von tausenden Kunden gekauft, da muss es doch Geld zu holen geben oder?

In der Realität sieht es allerdings oft anders aus. Die absatzstarken Märkte sind in den meisten Fällen schon übersättigt. Bei dir wird es doch sicher auch nicht viel anders sein. Ich selbst kaufe zu 95% bei Amazon oder Ebay. Warum auch nicht? Immerhin gibt es da (fast) alles was man braucht. Der Service ist gut, usw.
Lohnt es sich da überhaupt, Massenware in einem kleinen Online Shop zu verkaufen? Was will man schon besser machen als Amazon und co? An die Auswahl und die Preise kommt man sowieso nicht heran.

Vom Budget wollen wir gleich gar nicht reden. Werbekampagnen wie bei Zalando kosten ein Vermögen. Das kann sich kein StartUp leisten.

Für mich steht schon hier ein Fazit fest: Im gesättigten Massenmarkt ist einfach kein Geld mehr zu holen. Die Verkaufs-Giganten dominieren den Markt und das wird auch kein kleiner Gründer ändern können. Auch das Online Magazin Internethandel ist zu diesem Ergebnis gekommen: Nischenhandel ist oft die bessere Wahl.

Kleinere Zielgruppe aber höhere Umsätze?

Neueinsteigern mag das zunächst absurd vorkommen aber es ist wahr: Marktnischen bieten zwar wesentlich weniger Kundschaft als die Massenmärkte aber die Chancen für ein Startup sind hier deutlich höher.

Im Gegensatz zu den Massenmärkten gibt es dabei sogar nahezu unbegrenzte Nischen im Internet. Einige davon sind schon von starken StartUps bedient. Andere sind dafür auch noch absolut unentdeckt. Schaut man sich erfolgreiche Startups an dann wird man schnell feststellen, dass es viele Produktkategorien vor einigen Jahren überhaupt noch nicht gegeben hat.

Der Erfolg hängt im großen Maß vom Einfallsreichtum des Gründers ab

Nischenhandel am Beispiel von Babyblumen.de

Babystrauss von Babyblumen.deAls tolles Beispiel für eine gut gewählte Nische möchte ich euch hier die Seite Babyblumen.de kurz vorstellen. „Geschenke zur Geburt“, danach suchen immer wieder viele Menschen im Internet. Amazon liefert dazu zwar passende Produkte aber ehrlich gesagt sind die eher uneinfallsreich und nicht gerade persönlich.

Die Gründer von babyblumen.de versuchen genau diese Marktlücke zu füllen und das mit Erfolg und Einfallsreichtum.

Mit dem Begriff „Babyblumen“ konnte ich ehrlich gesagt zunächst nichts anfangen. Ich dachte erst, es handelt sich einfach um kleine Blumen aber da lag ich weit daneben. In Wirklichkeit handelt es sich um hochwertige Kleidungsstücke für Kleinkinder, die in liebevoller Handarbeit zu Blumen gebunden werden.

Tolle Idee!

Am besten du schaust es dir einfach mal selbst an. Babyblumen.de ist für mich ein sehr gelungenes StartUp was deutlich zeigt, wie wichtig die Nische ist, die man wählt. Es kommt auf gute Ideen an und nicht auf den absatzstärksten Markt.

Die Babyblumen erfüllen doch genau den Wunsch der Interessenten: Es sind einfallsreiche und hochwertige Geschenke zur Geburt, die die meisten Leute in dieser Form noch nicht gesehen haben.

Finde deine eigene Nische

Babyblumen sind sicher nicht für jeden etwas. Natürlich könnte man das Konzept einfach klauen und versuchen, in der gleichen Nische ganz nach oben zu kommen. Aber was bringt dir ein gutes Konzept, wenn du dich selbst nicht damit identifizieren kannst? Jeder hat Hobbys, Interessen oder Kenntnisse, die nicht unbedingt alltäglich sind. Bei der Suche nach einer lukrativen Nische sind oft genau diese Themen die beste Wahl.

Übrigens muss auch nicht immer ein Online Shop zum Erfolg führen. Nicht alles ist materiell und verkäuflich. Auch im Deutschsprachigen Raum gibt es viele tolle Blogs zu den verrücktesten Themen und damit wird sogar Geld verdient. Das Problem ist also nicht immer eine kleine Zielgruppe, sondern wie viel Prozent der Zielgruppe deine Seite besuchen.

Hast du lieber 100 von einer Millionen Fußballfans bei dir oder 1000 von 2000 Eulen-Liebhabern? (Diese Idee ist für mich reserviert)

eule

Guenter Hamich  / pixelio.de