Podcasts erleben in den letzten Jahren eine echte Renaissance: Das Medium Podcast wurde zuvor langsam aber stetig von neuen Medien wie Youtube oder Social Media verdrängt aber konnte in letzter Zeit wieder einen großen Stellenwert in der Unterhaltungsbranche einnehmen. Kanäle wie Fest und Flauschig, Sexvergnügen, Auf ein Bier oder Radio Nukular erreichen regelmäßig ein riesiges Publikum und füllen sogar ganze Hallen auf ihren Live-Touren.

Passend zum Thema meiner Website stellt sich natürlich die Frage: Kann mit mit Podcasts Geld verdienen?

Wer wie ich regelmäßig größere Podcasts hört, kann sich die Antwort sicher schon denken. Dass man mit Podcasts eine Menge Geld verdienen und im besten Fall sogar davon leben kann, ist lange kein Geheimnis mehr. Auch größere Firmen springen mit ihren Werbebuchungen inzwischen auf den Podcast-Zug auf und freuen sich über die hohe Reichweite vieler Autoren.

In meiner 2-Teiligen Artikelserie soll es nun darum gehen, was man benötigt, um einen Podcast zu starten und wie man letztendlich damit Geld verdienen kann.
Wie bei den meisten Anleitungen, gilt auch hier der Hinweis, dass es sich um keine unfehlbare Strategie zum Geld drucken handelt. Gerade bei Podcasts hängt der Erfolg größtenteils von den Autoren selbst und deren Connections ab.

Der schnelle Weg: Mit Podcast Kursen zum Erfolg

An dieser Stelle möchte ich dir das Lesen meiner Artikel ersparen, wenn du generell bereit dazu bist, Geld für ein professionelles Training auszugeben. Meine Inhalte sind zwar kostenfrei, aber ich bin kein Profi und reiße das Thema Podcasts nur auszugsweise an.

Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet zum Beispiel das Video Training „Schritt für Schritt zum eigenen Podcast„. Der Online Kurs umfasst mehr als 3 Stunden Videomaterial und den Zugang zu einer exklusiven Facebook-Expertengruppe.

Im Training lernst du alle nötigen Schritte, wie man einen eigenen Podcast startet und damit Geld verdienen kann.

Ein noch umfangreicheres Training bietet die Podcast Meisterschule von Tom Kaules. In umfangreichen Webinaren erfährst du hier von erster Hand, wie man einen erfolgreichen Podcast startet. Die Registrierung ist zunächst kostenfrei. Die Kurse selbst kosten dann Geld, aber es lohnt sich definitiv! Wer diese Investition nicht direkt stemmen will hat auch die Möglichkeit, den Podcast-Kurs in Raten zu bezahlen.

Vorbereitung: Ein Podcast Thema finden

Bevor man sich ins Vergnügen stürzt, sollte man einen validen Business-Plan erstellen und sich mit der Recherche befassen. Dazu gibt es kein ultimativ richtiges Schema, aber die folgenden Punkte sind eine gute Hilfestellung.

1. Was möchtest du mit dem Podcast erreichen?

Es ist sehr wichtig, dass man sich (realistische) Ziele für so ein großes Vorhaben setzt. Die Motivationen für das Starten eines eigenen Podcasts sind sehr unterschiedlich: Willst du viele Menschen mit deinen Inhalten erreichen? Willst du vorwiegend Geld verdienen? Willst du berühmt werden?

Zu allen Punkten lassen sich konkrete Werte zuordnen. Wenn der Podcast ein Hobby bleiben soll, ist es nicht so wichtig, wie viel Geld man nun damit verdient. Soll der Podcast ein gutes Nebeneinkommen darstellen, muss dafür auch ein konkretes Ziel gesetzt werden.

Bei allen Punkten gilt: Erwarte nicht zu viel, in zu kurzer Zeit. Nach den ersten Episoden wird man noch keine Meilensteine erreicht haben.

2. Mit wem möchtest du Podcasten?

Auch wenn es einige Single-Podcasts gibt, so sind doch meist die Podcasts mit mehreren Beteiligten am erfolgreichsten. Das liegt in erster Linie daran, dass dadurch einfach eine Gruppendynamik und viel Gesprächsstoff entsteht. Ein „Single-Podcast“ kann schnell monoton wirken. Ich möchte dich hier aber in keinster Weise davon abhalten, allein einen Podcast zu starten. Auch das kann sehr erfolgreich sein. Wenn dir aber jetzt direkt 3 Personen einfallen, mit denen du stundenlang reden kannst, dann frage am besten direkt nach, ob Interesse an einem gemeinsamen Podcast besteht.

Obligatorischer Hinweis: Sind mehrere Personen an einem Podcast beteiligt, wird der Gewinn üblicherweise aufgeteilt 🙂

3. Themenfindung

An dieser Stelle gehe ich davon aus, dass der Podcast gewinnorientiert ist. Möchte man mit dem Podcasten kein Geld verdienen, dann kann man sich einen großen Teil der Recherche ersparen.

Auch wenn es erfolgreiche Talk-Podcasts mit wechselnden Gesprächsthemen gibt, macht der Fokus auf ein konkretes Thema durchaus Sinn. Wie bei der Keywordrecherche, so gilt auch hier: Finde eine Nische mit wenig Konkurrenz und vielen Interessenten

Dieser Satz ist der entscheidende, aber auch schwierigste Punkt am ganzen Konzept. Im Podcast-Genre gibt es einige überlaufene Themen, zu denen es bereits sehr erfolgreiche, reichweitenstarke Künstler gibt. Meiner Meinung nach gehören die Bereiche Gaming, Sport, Beziehungen und Filme dazu. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel, denn sehr spezifische Themen können dennoch ein großes Publikum erreichen und sich besser eignen, als einfach alles zu einem Thema zu besprechen. Um die Beispiele von vorher aufzugreifen: Retro-Gaming, Baseball, homosexuelle Beziehungen und schwarz-weiß Filme sind deutlich spezifischere Nischen, bei denen man schneller seine Zielgruppe erreichen wird.

Über allem steht jedoch der Fakt, dass man sich mit dem Podcast-Thema auch identifizieren muss und davon begeistert sein sollte. Podcasts haben in der Regel eine lange Laufzeit und anders als bei einem recherchiertem Text merkt man, wenn der Autor keine Ahnung hat, wovon er redet.

Im besten Fall hast du also zusammen mit Freunden ein eher unpopuläres Hobby zu dem es in Deutschland noch keinen Podcast gibt.

4. Aufwand bedenken

Jetzt werden zwar professioneller Podcaster aufschreien, aber zunächst hält sich der Aufwand für einen Podcast in Grenzen. Trotzdem solltest du dir Gedanken machen, wie lang eine Folge in etwa sein soll, wie oft der Podcast erscheinen soll und ob die Audio Aufzeichnung professionell bearbeitet werden soll.

Dazu kommen später Aufwendungen für die Vermarktung, das Beantworten von Emails und das Pflegen von Social Media Kanälen.

Auch wenn man das nicht unterschätzen sollte, ist der Aufwand im Vergleich zu einer Videoproduktion gering.

5. Kosten einplanen

Auch die Kosten für einen Podcast halten sich in der Regel in Grenzen. Natürlich gibt es auch bei diesem Punkt Ausnahmen. Vorab solltest du die Kosten für Hardware und das Hosting einplanen (Dazu später mehr). Wichtig ist in erster Linie ein ordentliches Mikrofon für jeden Beteiligten (ca. 50 Euro).

Nach oben hin sind allerdings auch bei Podcasts keine Grenzen gesetzt:

  • Profi Mikrofone
  • Audio Software
  • Eigener Server
  • Erstellung von Medien (Logos, Cover, …)
  • bezahlte Gäste
  • Besuch von Events

Welche Hardware und Software wird für Podcasts benötigt?

Die wichtigste Anschaffung für einen Podcast ist zunächst ein gutes Mikrofon. Prinzipiell ist die Aufnahme auch mit einem Handy oder einem Headset möglich. In Kombination mit einem kostenfreien Tool zur Aufnahme ist das zunächst die günstigste und schnellste Möglichkeit, einen Podcast aufzunehmen.

Wenn du allerdings schon mal eine professionelle Aufnahme gehört hast, fällt schnell auf, dass die Stimmen dort wesentlich besser verständlich und angenehmer klingen. Das kann zum einen Teil an erfahrenen und begabten Rednern liegen, oft ist aber das Mikrofon das ausschlaggebende Kriterium.

Bereits bei dieser Kaufentscheidung gibt es einiges zu beachten, denn es gibt viele unterschiedliche Mikrofon-Techniken. Was am Ende das perfekte Podcast Mikrofon für dich ist, hängt vorrangig von deinem persönlichen Geschmack und dem Budget ab.

Damit dieser Beitrag nicht unnötig lang wird, empfehle ich an dieser Stelle einfach drei verschiedene Mikrofone mit unterschiedlichen Techniken und Preisen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten, Ton aufzunehmen.

Die Nutzung eines separaten Mischpults für die Aufnahme halte ich für den Anfang übertrieben. Moderne Mikros erzielen für die Nutzung in einem Podcast sehr gute Ergebnisse und die Qualität lässt sich über Software noch weiter verbessern. Möchte man Gesang oder Instrumente aufnehmen, sieht die Sache allerdings schon wieder anders aus.

Podcast Mikrofon #1 – Ansteckmikrofon für Einsteiger

Mikrofon günstigEinen günstigeren Einstieg zur Aufnahme von Podcasts gibt es fast nicht. Mit einem Ansteckmikrofon erreicht man eine bessere Sprachqualität als über das Handy und ist trotzdem noch sehr mobil damit. Der Anschluss erfolgt kinderleicht per Mini-Klinke am Smartphone oder PC. Eine spezielle Software ist für die Aufnahme zunächst nicht nötig.

Im Vergleich zu einem Kondensatormikrofon kann die Qualität eines einfachen Ansteckmikros allerdings nicht mithalten. Laute Geräusche und Rascheln sollte man deshalb vermeiden. Auch die richtige Positionierung eines Ansteckmikrofons ist beim Podcasten wichtig. Hier sollte man einfach seine eigenen Erfahrungen machen. Für unter 10€ macht man auf jeden Fall nichts falsch.

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Podcast Mikrofon #2 – Gut und günstig

Podcast MikrofonDas Samson Meteor ist ein Kondensator-Tischmikrofon welches sich hoher Beliebtheit erfreut. Für unter 50€ bekommt man hier ein Mikrofon zum Podcasten geboten, mit dem man in echter Studioqualität aufnehmen kann. Das Samson Meteor wird per USB angeschlossen und ist generell sehr gut verarbeitet. Das Mikrofon ist auch ohne weiteres Zubehör sofort einsatzbereit, da man es mit den Standfüßen direkt auf dem Tisch platzieren kann.

Lediglich ein Popschutz ist nicht mit dabei, aber den kann man bei Bedarf günstig nachkaufen.

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Podcast Mikrofon #3 – Profi Equipment

Podcast MikrofonWie der Name schon vermuten lässt, zählt das Rode Podcaster zu den besten professionellen Mikrofonen für Podcasts. Natürlich lässt sich das Mikrofon auch für andere Einsatzzwecke verwenden, aber besonders in puncto Sprachqualität ist die Firma Rode schwer zu übertreffen.

Der Anschluss über USB ist denkbar einfach. Im Lieferumfang ist allerdings fast kein Zubehör vorhanden, wodurch der Kauf eines Stativs und eines Popschutzes schon fast zur Pflicht wird.

Ist man bereit, ca 250€ pro Person für einen Podcast auszugeben, dann steht der professionellen Podcast-Aufnahme nichts mehr im Weg.

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Welche Aufnahme-Software brauche ich für einen Podcast?

Wie bereits erwähnt, lässt sich die Aufnahme eines Podcasts auch mit den Bordmitteln von Microsoft, Android oder ios realisieren. Viel mehr sollte man sich zunächst Gedanken machen, in welcher Konstellation man podcasten möchte. Wenn man allein ist, spielt das zwar keine Rolle, aber schon ab zwei Personen stellt sich die Frage, ob alle in einem Raum sind, oder sich zum Beispiel über Skype unterhalten.

Egal welche Variante man davon wählt, es ist ratsam, dass jeder Teilnehmer ein eigenes Mikrofon besitzt. So lässt sich für jede Person eine eigene Audiospur aufnehmen, die man im Nachgang separat bearbeiten kann.

Ich empfehle, zunächst ein paar Minuten Podcast als Probe aufzunehmen und sich das Ergebnis anzuhören. Ist man mit der Qualität zufrieden, dann muss man nicht zwingend die Aufnahme schneiden oder anpassen, sondern kann den Podcast direkt hochladen (siehe weiter unten).

Je länger die Aufnahme allerdings ist und je mehr Personen beteiligt sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass es während der Aufnahme zu „Störungen“ kommen kann. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass jemand husten muss, das Mikrofon umfällt oder bei jemanden der Postbote klingelt. Genau wegen solchen Situationen ist es sinnvoll, mehrere Tonspuren aufzunehmen. Dadurch kann man gezielt Störgeräsche einzelner Personen entfernen. Professionelle Podcasts gehen sogar so weit und schneiden jedes Schmatz- und Stöhngeräusch der Redner heraus. Das ist zwar sehr aufwendig, aber die Qualität des Podcasts steigt dadurch enorm.

Neben dem Schneiden kann auch das Anpassen der Stimmlage und der Lautstärke sinnvoll sein. Wenn ein Teilnehmer sehr nah am Mikrofon redet, ist er automatisch auf der Aufnahme lauter. Das lässt sich auch mit einfacher Software anpassen.

Sehr viele Podcast-Autoren empfehlen die kostenlose Software Audacity zum Bearbeiten.

Wie kommt ein Podcast ins Netz – empfohlene Hoster

Ist man den langen Weg gegangen und hat die erste Podcast Aufnahme auf seiner Festplatte, dann möchte man diese natürlich auch seinen potenziellen Hörern zur Verfügung stellen. Grundsätzlich bieten sich dafür zwei Möglichkeiten an: Selbsthosting und Fremdhosting.

Das Selbsthosting setzt voraus, dass man eine eigene Website mit genügend Webspace besitzt. Mit einem CMS wie WordPress und kostenlosen Plugins ist das Hochladen von Podcasts überhaupt kein Problem. Es wird automatisch ein RSS Feed erstellt, über den der Podcast in Zukunft aufrufbar ist und welchen man an externe Dienste wie Spotify oder iTunes schicken kann. Beim eigenen Hosting sollte man allerdings beachten, dass die Quelle immer zugänglich sein muss und dass Podcasts durchaus ziemlich groß werden können. Bei vielen Episoden reicht dann ein einfacher Webspace nicht mehr aus.

Die wesentlich einfachere Variante ist das Fremdhosting bei externen Dienstleistern. Die Vorgehensweise ist denkbar simpel: Du schickst die Audio-Dateien an den Hoster und dieser kümmert sich um die Speicherung, den RSS Feed und im besten Fall um die Registrierung bei weiteren Diensten. Bei Anbietern wie podigee und podcaster.de starten sinnvolle Pakete ab 5€ im Monat.

Vorschau: Geld verdienen mit Podcasts

Du hast nun einen groben Überblick, wie man ein Thema findet, einen Podcast aufnimmt ein und ihn ins Netz bringt. Wenn du kein Geld mit diesem Hobby verdienen willst, kannst du hier aufhören zu lesen. Im zweiten Teil dieses Artikels (folgt) soll es allerdings darum gehen, wie du mit dem Podcasten echtes Geld verdienen kannst.

Wie bei vielen Einnahmequellen im Netz gilt auch hier: Sorge zunächst für eine gute Qualität und ein paar Nutzer, bevor du ans Geldverdienen denkst.

Erinnerung: Mit dem Video Training „Schritt für Schritt zum eigenen Podcast“ bekommst du die perfekte Einführung, wie man einen eigenen Podcast starten kann.